Artikel: Kind und Kegel im Fadenkreuz

In einer Gemeinschaft leben, ohne Mitglied zu sein: Personenschutz in einer Familie fordert nicht nur Handwerk, sondern extreme Anpassung und mentale Stärke.

 

Das klassische Bild vom Personenschützer zeigt ihn mit verschränkten Armen oder der Hand am winzigen Kopfhörer neben einem beschlipsten Herren im dunklen Anzug. Weniger im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist die Arbeit des professionellen Sicherheits-Dienstleisters im Hause der Schutzperson, bei der Familie - bei Kind und Kegel. Statt der Waffe hat man dort durchaus schon mal die Rassel in der Hand.

 

Worum es beim Personenschutz in einer Familie tatsächlich geht, lässt sich leicht auf den Punkt bringen: um den Schutz der Kinder. Oft sind es mehr oder weniger „schwer" pubertierende Jugendliche, die ganz eigene Vorstellungen haben - von der Welt im Allgemeinen und der Schutzsituation im Besonderen. Sie wollen natürlich nicht überwacht werden, und mir als ihre Personenschützerin fehlt fast jedes Druckmittel, um Forderungen durchzusetzen.

 

Die anfangs nach einem geflügelten Wort zitierten „Kegel" stehen hier entgegen der ursprünglichen Bedeutung (uneheliche Kinder) für den Objektschutz, der unter anderem das Haus, den Besitz, das Grundstück und die Sachwerte umfasst. Auch die Bedrohungssituation lässt sich leicht umreißen: Es ist die Angst vor Raub und Überfall, vor allem aber vor Entführung und Erpressung.

 

Personenschutz in einer Familie heißt: Ich arbeite nicht nur für diese Familie, sondern tatsächlich in der Familie - ohne jedoch Familienmitglied zu sein. Deshalb bin ich gezwungen, alle vorhandenen Sicherheitskonzepte und Vorgehensweisen zu überprüfen und den Gegebenheiten anzupassen. Folgende Fragen sind dabei eindeutig zu beantworten ... 

 

 

Lesen Sie hier den gesamten Artikel, der bereits 2002 im CD Sicherheits-Management veröffentlicht wurde.
Kind und Kegel im Fadenkreuz.pdf
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