Der Blick in ein "geschütztes Leben"



Belastung oder Entlastung? Freiheit oder Gefängnis? Hintergründe und persönliche Erfahrungen einer weiblichen Schutzperson und ihrer ehemaligen Personenschützerin.

 

Im September 2013 auf einer Personenschutzkonferenz sprachen zum ersten Mal eine Schutzperson und ihre Personenschützerin gemeinsam über ihre Zusammenarbeit in einer Unternehmerfamilie. Sie beschrieben die Auslöser, die zu Sicherheitsmaßnahmen geführt haben und erläutern die Auswirkungen dieser Entscheidung für die einzelnen Familienmitglieder. Die Nähe zur Schutzfamilie stellte spezielle Anforderungen an den Personenschützer und die Zubeschützenden.

 

Das Besondere an diesem Vortrag ist die Kombination von unterschiedlichen Welten, Perspektiven und Positionen.

 

Einleitung zum Vortrag:
Vorstände der großen, bekannten Unternehmen haben Personenschutz. Das ist die Regel und normal. Sie stehen in der Öffentlichkeit und sind sich ihrer Wirkung und Bedeutsamkeit bewusst. Die Maßnahmen zur Sicherheit werden konzernintern veranlasst und die Schutzpersonen müssen damit leben. Viele empfinden dies als belastend und einengend.

 

An manchen Orten gilt bereits das Wort „Personenschutz" als überdimensioniert. Die Vorstellung gänzlich sicher zu leben wird weder angezweifelt noch in Frage gestellt. Zu diesen Orten gehört eine kleine Gemeinde in Österreich, aber auch viele Kleinstädte in Deutschland wirken eher idyllisch als gefährlich. Wer vermutet schon die Entführung einer Unternehmertochter oder Bankiersgattin in Tübingen oder Heidenheim? Was wir uns nicht vorstellen können, dass passiert auch nicht – dieser Film läuft in unserem Kopf ab.

 

Lassen Sie uns einen Blick über die Grenze werfen: Trotz weniger Ausnahmen geschieht in Österreich nach Einschätzung der Bevölkerung nichts – also nichts wirklich Schlimmes. Dort sind die Wiesen grün und die Kühe glücklich. Die Menschen sind heimatverbunden und lieben ihr Ländle. Polizei und Sicherheitsfirmen haben mehr Informationen und schätzen das Gefährdungspotenzial entsprechend anders ein.

 

In alpenländischer Idylle habe ich knapp drei Jahre als Personenschützerin gearbeitet. Eigentlich unvorstellbar, denn hier geschieht ja nichts – so der unerschütterliche Glaube der Bevölkerung. Warum war ich dennoch da? Was war der Grund für die Einstellung einer Personenschützerin? Wer hat darauf bestanden das persönliche Schutzkonzept zu erhöhen?

 

Initiiert hat meine Einstellung die Ehefrau eines Konzernchefs. Ungewöhnlich, denn normalerweise ist Sicherheit Männersache. Der Familienvorstand kümmert sich um den Schutz seiner Familie und organisiert alles dazu notwendig. Er trifft die Entscheidungen.

 

In diesem Fall war es anders. Die Ehefrau und Mutter von drei Kindern ist mit dem Thema Sicherheit in Kontakt gekommen und initiativ geworden. Ihr wurden Schutzmaßnahmen wichtig und das Bedürfnis nach Sicherheit für die Familie stieg. Sie sammelte Informationen und glich Fakten ab, aber verließ sich nicht ausschließlich auf Daten, sondern begegnete dem Thema auch intuitiv. Eine Lösung musste geschaffen werden, bevor etwas Schreckliches passiert. Sollte ihren Kindern etwas zustoßen, würde Sie damit kaum leben können. Präventive Sicherheit schaffen - das wurde zu ihrer Maxime.

 

Die Schutzsituation ist mittlerweile über 10 Jahre her. Nur deshalb ist es möglich  mit einem gewissen Abstand über persönliche und relevante Inhalte zu reden. Sicherheit ist in aller Munde und ein öffentliches Thema, doch die persönliche Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten und Sorgen bleibt für viele Menschen weiterhin eine abgeschottete, ja fast intime Angelegenheit.

 

In Dialogform stellten wir auf einer Fachkonferenz diese Themen, Perspektiven und Lösungen vor:

  • Wie entstand das Bedürfnis nach Sicherheit?
  • Gab es eine akute Bedrohung?
  • Wollte die gesamte Familie Schutz?
  • Warum Personenschutz?
  • Welche Maßnahmen wurden getroffen?
  • Wie wurden die Veränderungen angenommen?
  • Gab es ein Personenschutzsyndrom?
  • Was überwog - Vorteile oder Nachteile?
  • Wie ist das Leben heute?

 

Können wir auch etwas für Sie tun? Ist Schutz und Sicherheit Ihr Thema? Sind Sie in einer ähnlichen Situation und möchten unsere Erfahrungen nutzen? Arbeiten Sie im Bereich Sicherheit und suchen Sie Experten für den Bereich Familiensicherheit?

 

Gerne präsentieren wir unsere Erfahrungen in einem Vortrag oder während eines "Kamingesprächs" einer ausgewählten Zielgruppe.

 

In der konkreten Situation unterstützen wir mit diesen Themen:

  • Wir bieten persönliche Beratungsgespräche und Begleitung
  • Wir analysieren Ihre Ist-Situationen sowie Ihre Sicherheitsdienstleistungen 
  • Wir erarbeiten Optimierungsvorschläge und Lösungsansätze
  • Wir bieten zusätzlich Auswahlhilfen für Personaleinstellungen

 

Wir sind unabhängig, diskret und beraten dank unseres Fach- und Erfahrungswissens ganz individuell und bedarfsorientiert. Unsere Kunden sind exponierte Familien, die ihre persönliche Sicherheitslage verbessern wollen und Personen, die im Sicherheitsbereich arbeiten.

 

Mehr Infos unter www.atlatus-consulting.at

 

Kontakt: prochaska@aendere-dich.de

Telefon: 0172 540 6226.